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Donnerstag, 1. Dezember 2011

Advent, Advent, die Arbeit ruft!

Liebe Leute,

gerade befinde ich mich in der Mittagspause meines ersten "richtigen" Jobs. Ich habe bereits jede Menge Leute kennen gelernt und ca. 30 Namen wieder vergessen. Ich habe meinen Schreibtisch bezogen - ich "wohne" jetzt wochentagsüber in der Erwitter Straße 105, im Cartec-Gebäude, in einem schönen Zweier-Büro im 1. OG mit einer netten Kollegin, die ein paar Jahre älter ist als ich. Das restliche Team würde ich (bis auf die Geschäftsführer) auch ungefähr auf mein Alter schätzen, die Azubis sind natürlich jünger. Ich habe mir einen Desktop-Hintergrund und eine Firefox-Persona eingerichtet und meine bisherigen Arbeitsemails gelesen, sowie Passwörter geändert und den Schlüsselempfang quittiert.
Mein Fenster geht zur Erwitter Straße raus und man hört die Autos leise vorbeirauschen. Ich blicke auf 5 kahle Bäume und auf die oberen Etagen einiger anderer Lager- und Büroräumlichkeiten, eine kleine Funkturmspitze und viel grauen Himmel. Es war natürlich keine große Überraschung, dass pünktlich zu meinem ersten Arbeitstag der Regen wieder einsetzt, aber nach so langer Abstinenz kann ich mich da überhaupt nicht drüber ärgern. Wurde ja echt mal wieder Zeit. Oh, grade fährt ein Zug vorbei, geschlossener Güterzug.

Meine Bürokollegin hat den selben Job wie ich, sie wird mich also anlernen. Habe schon erfahren, dass wirklich jede Menge Arbeit auf uns wartet. Im Moment arbeitet sie immer nur bis 14 Uhr, von daher hoffe ich, dass ich gleich noch genug von ihr lerne, damit ich in der Zeit bis 17 Uhr was zu tun habe.

Da ich grad Mittagspause habe, darf ich natürlich Bloggen, aber auch sonst ist es OK, hin und wieder nen kurzen Blick ins Internet zu werfen oder auch die Arbeitsemailadresse an Freunde weiter zu geben. Einige Seiten sind allerdings gesperrt, habe ich erfahren: Youtube, Ebay, Facebook und Zalando werd ich hier nicht erreichen, aber das ist wohl auch besser so, und interessiert mich hier eh nicht.
Übrigens hat heute noch eine Kollegin von mir neu angefangen, frisch von der Uni aus Aachen. Sie ist nett und frisch hier hin gezogen. Und lebt fortan in einer Fernbeziehung. Fernbeziehungen bleiben weiterhin Trend, wie es scheint...

Apropos. Ich werfe jetzt schonmal einen Blick auf die Wohnungsanzeigen in Lippstadt, denn ich werde dann wohl bald eine eigene Wohnung suchen. Die soll in der Kernstadt liegen, also nicht in Cappel oder Lipperode oder so, denn die Zeit, in der ich pro Weg 11 km geradelt bin, möchte ich nicht wieder aufleben lassen. Und ein Auto werd ich mir auch nicht kaufen, wozu auch.
Falls also jemand zufällig von einer schönen Wohnung hier weiß, immer her damit. Mit Balkon, oder Garten ;-) Am besten richtig zentral oder im Süden. Wobei ich denke, dass der Wohnungsmarkt hier deutlich entspannter sein sollte als in Münster oder Würzburg...

Soweit, sogut. Werd jetzt mal versuchen mich hier ein bisschen in die Prozesse einzulesen.


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In der nächsten Ausgabe: Qualitativ minderwertige Fotos von superteuren Adventskränzen. Zum Nachbasteln fürs nächste Jahr :-)

Mittwoch, 23. November 2011

Ja, ist denn heut schon Weihnachten?! Da ist er, der Job!

JAAAAAAAAAAAAAA!
Freunde, ihr habt richtig gelesen. Ich hab nen Joooooooob, und zwar keinen von der "Geldjob"-Variante, sondern von der "richtigen Variante" :-)) Unglaublich. Ich fühl mich, als wäre heute schon Weihnachten! Oder wenigstens mein Geburtstag ;-)

Vor allem erstaunlich, wo es jetzt geklappt hat. Erinnert ihr euch noch, wie ich mich vor ein paar Wochen so darüber aufgeregt hab, dass diese Zeitarbeiterfirma mich weitervermitteln wollte, obwohl ich mich direkt bei ihnen beworben hatte? Ich hab danach noch ein, zwei Mal mit der Bekannten meiner Mutter gesprochen, die mir ja überhaupt erst davon erzählt hatte, dass dort eine Stelle frei ist, und sie wollte für mich nochmals nachhaken. Dann erfuhr ich, dass bereits jemand eingeladen wurde um für die Stelle vorzusprechen, und wenn das nichts werden sollte, würde ich vielleicht nochmal von denen hören. Das hab ich von der Bekannten gehört, nicht von Avitea. Dann hab ich wochenlang nichts mehr gehört. Und dann hab ich plötzlich doch noch eine Einladung von Avitea bekommen, das war für letzte Woche Dienstag.
Das Gespräch verlief so weit gut, zumindest kam es mir so vor, und da ging es dann konkret um die Stelle als Sachbearbeiterin Personalwesen. Und am Donnerstag sollte ich dann Bescheid kriegen - das ist wohl der Vorteil, wenn man quasi eine Initiativbewerbung schickt, man hat weniger Mitbewerber... Natürlich kam es dann anders, denn Donnerstag passierte gar nichts. Das war doppelt doof, denn parallel dazu hatte ich mich in einem Geschäft hier in Lippstadt vorgestellt für das Weihnachtsgeschäft. Und dort wäre ich genommen worden, wenn ich bis Samstag zugesagt hätte. Das Problem war jetzt allerdings, dass bei Avitea eine der beiden Leute, die mich interviewt hatten, krank geworden ist, und sie sich nicht absprechen konnten. So wurde ich auf Montag vertröstet, und da die Ladenbesitzerin nicht so lange warten konnte, musste ich also den "Back-up-Job" im Weihnachtsgeschäft absagen, denn ich hätte für den ganzen Dezember zusagen müssen, und das konnte ich ja nicht, da die andere Entscheidung noch ausstand...
Der Montag ging ins Land, kein Anruf kam - bis fast halb 6 abends dann doch noch ein Anruf kam. Darin wurde mir dann mitgeteilt, dass diese Stelle der Personalsachbearbeitung doch nicht geschaffen werden würde. Dafür aber eine Stelle im Seminarmanagement, und die würde ja viel besser zu mir passen, auch wegen meiner Callcentertätigkeit... dafür wäre aber noch jemand anders zuständig, und ob ich denn am nächsten Tag noch einmal vorbeikommen könnte, damit mich der andere Zuständige auch noch kennenlernen könnte. Wenn das alles passen würde, könnte man ja dann auch gleich alles fest machen.
Daraufhin bin ich gestern erstmal durch die Stadt gelaufen um mir ein zweites Bewerbungsgesprächsoutfit zu besorgen und stand dann nachmittags neu eingekleidet wieder auf der Matte zu einem zweiten Gespräch. Das ist dann auch sehr entspannt gelaufen, was auch daran liegt, dass mir keine fiesen Fragen gestellt wurden. Irgendwann zogen sich die beiden Herren zur Beratung zurück und ich kam mir vor wie bei einer mündlichen Prüfung. Dann kamen sie wieder und taten ganz ernst - und boten mir dann doch nen Job an. Die Scherzkekse! Darüber macht man keine Witze. Aber ich hab ihnen verziehen, ich kriege einen Jahresvertrag für nen Vollzeitjob ab dem ersten Dezember, morgen sollte der Vertrag hier ankommen, und dann werde ich ab nächstem Donnerstag die Seminare für die Hella und Avitea organisieren. Ich freu mich so!!

Das bedeutet natürlich auch, dass ich jetzt erstmal in Lippstadt wohnen bleiben werde. Ich denke, dass ich bald die Augen nach einer eigenen Wohnung aufhalten werde. Wer hätte gedacht, dass ich in Lippstadt wohnen und arbeiten würde? Ich jedenfalls nicht. Aber die Aussicht, nicht schon wieder irgendwo hinzuziehen wo ich niemanden kenne, ist durchaus sehr schön. Und Münster und Gütersloh sind weiterhin erreichbar. Im Fall Münster jetzt doppelt wichtig, doch davon ein anderes mal mehr.


In other news: Diesen ganzen langen Text habe ich im Zehnfinger-Tippsystem geschrieben. Noch dauert das ewig, aber ich hoffe stark, dass sich das irgendwann nochmal ändert und ich dann dauerhaft die richtigen Tasten treffe. Die Lösch-Taste kann ich bereits sehr gut... aber mein VHS-Kurs dauert ja auch noch an.


Ach ja, und damit das auch endlich erledigt ist:
Falls ihr daran interessiert seid, was ich mir denn nun alles auf der Buchmesse zusammengeschrieben habe, findet ihr hier die Links zu den einzelnen Texten:

http://www.splashcomics.de/php/messen/berichte/1012/sondermann_2011___bericht_und_fotos
http://www.splashcomics.de/php/messen/berichte/1013/zeichnen_mal_auen_vor___wie_entsteht_ein_manga

http://www.splashcomics.de/php/messen/berichte/1017/die_percke_zum_kostm___eine_haarige_angelegenheit

http://www.splashbooks.de/php/messen/berichte/987/is_the_us_e_book_phenomenon_a_harbinger_of_every_countrys_book_future


http://www.splashbooks.de/php/messen/berichte/990/die_erstellung_eines_online_zeitschriftenarchivs_die_neue_rundschau

http://www.splashbooks.de/php/messen/berichte/996/willst_du_normal_sein_oder_glcklich_robert_betz_spricht

http://www.splashbooks.de/php/messen/berichte/998/die_erschpfte_arbeitswelt___wege_aus_dem_burnout

http://www.splashbooks.de/php/messen/berichte/1000/zur_feier_des_gastlandes_snorri_sturluson_der_groe_autor_des_islndischen_mittelalters


http://www.splashcomics.de/php/messen/berichte/1027


Ich vermute, die letzten beiden sind die interessantesten. Angeblich bin ich im letzten Bericht etwas fies, das möchte ich aber weit von mir weisen. Ich beschreibe nur Tatsachen ;-) Bloße Vermutungen sind gesondert gekennzeichnet.

Mittwoch, 17. August 2011

Jooooooooooooob!!! :-D

Hurra, hurra, ich hab nen Jooooooob!!! :-)) =D

Noch nicht DEN Job, aber einen hoffentlich trotzdem guten! Und zwar werde, nein, BIN ich ab sofort Anzeigenverkäuferin für Iovado. Das ist ein Soester Verlag, der ein monatliches Gesundheitsmagazin herausbringt, welches kostenlos ist und sich über Anzeigen finanziert. Und dieses Magazin ist noch recht neu, das gibt es erst seit Oktober, und auch nur für den Raum Soest - aber jetzt expandiert es unter anderem nach Lippstadt, und ich werde jetzt also mein möglichstes tun, hier Anzeigen klarzumachen. Außerdem lerne ich bei der Gelegenheit noch ganz viel über die Herstellung und die verschiedenen Arbeitsschritte, bis ein neues Magazin gedruckt werden kann. Das wird bestimmt super interessant - und bestimmt auch ein ziemlich anstrengender Job. Ich bin freie Mitarbeiterin und werde per Provosion bezahlt, dass heißt, ich teile mir die Arbeit selbst ein und habe somit keine festen Arbeitszeiten, aber auch kein festes Einkommen.
Außerdem darf ich ein paar Buchrezensionen schreiben.
Also, wenn ihr jemanden kennt, der im Gesundheitssektor arbeitet (das kann alles sein von Physiotherapeuten über Akupunkturisten bis hin zu Fahrradladenbesitzern) und ein bisschen die Werbetrommel rühren will, sagt mir Bescheid ;-)

Ich bin echt gespannt wie sich das so entwickelt! Und eins ist sicher, es wird auf jeden Fall besser und interessanter als beim Bahnhofsbäcker! Und die Arbeitszeiten sind auch viel humaner ;-)
Drückt mir die Daumen, dass sich das alles gut entwickelt...


Ach ja. Über Sandra hab ich erfahren, dass die Leute in Steinfurt, wo ich meine erste Bewerbung von neulich hingeschickt habe, in Bewerbungen ertrinken und immernoch dabei sind, die ganzen Teile zu sichten und zu sortieren, und es wird auch noch eine ganze Weile dauern, bis wir wieder was von Ihnen hören. Dabei ist die Bewerbungsfrist seit fast 3 Wochen vorbei. Tse. Das kommt davon, wenn man in der "Welt" inseriert, die Welt antwortet drauf. Tja ;-) Vielleicht sollte ich mich nochmal neu bewerben, als Bewerbungs-Sichterin?
Ich weiß natürlich nicht, wie ich gegen so eine Menge von Konkurrenz anstinken soll, aber was solls, abwarten und ... Eisschokolade trinken! Immerhin hat heute die Sonne geschienen. Ich konnte ein T-shirt tragen, ohne zu frieren! Das glauben meine Enkelkinder mir nie.

Freitag, 1. Juli 2011

Fiese Schnecken / Arbeitszeiten / Akademikerberater!

Jetzt guckt euch das mal an:
 Dieses Foto habe ich neulich spätabends aufgenommen. Es handelt sich um eine von meinen Blumen im Vorgarten, nämlich um ein sogenanntes Männertreu. Davon sieht man allerdings nicht viel, denn es ist unter ca. 8 Nacktschnecken (meine Nachbarin nennt sie nicht ganz zu unrecht "Nachtschnecken") und ca. 80 Kellerasseln verborgen. Fiiies!!
Ich hab dann erstmal ein Stöckchen genommen und die Nacktschnecken in ein Töpfchen bugsiert und auf der Wiese gegenüber wieder ausgesetzt und zig Asseln aus der Blume geschüttelt. Keine Ahnung, was die da drin wollen, aber Kellerasseln gibts hier überall wie Sand am Meer, ohne Scheiß. Egal wo man draußen hinguckt, egal welchen Stein oder Blumentopf man aufhebt, alles ist voll mit diesen Tierchen. Zum Glück kommen sie nur selten in die Wohnung.
Noch lebt die Blume, aber wer weiß wie lange sie das noch aushält. Die gleiche Blume daneben hat vor ein paar Tagen quasi wie über Nacht alle Blüten und Blätter verloren, da hab ich mich noch gewundert... Jetzt weiß ich wohl, wer sie auf dem Gewissen hat!
Unser Rasen ist übrigens wieder grün, was aber eigentlich daran liegt, dass es sich mittlerweile um eine Wiese handelt, mit Löwenzahn, Gänseblümchen, ganz winzigen gelben Blümchen und Klee. Und dem ein oder anderen Buschtriebling. Ist eigentlich ganz schön :-) Mit Rasen hat es nicht mehr viel zu tun, aber macht ja nichts. Und meine supertolle Passionsblume an der Haustür rankt wie verrückt. Wenn das so weitergeht, wird sie im September die Dachrinne erreichen ;-) Die Rankblumen, die ich hinten im Garten an den Zäunen ausgesäht habe, lassen sich allerdings Zeit ohne Ende. Wenn die ich gleichen Tempo weitermachen, wird man sie auch im Oktober noch nicht sehen, wenn man sich nicht hinter die Büsche zwängt. Hmpf. Und die Rankblumenmischung, die ich in einen Topf an einer "Säule" vom Carport ausgesäht habe, wachsen zwar, aber ranken tut nur eine von 20. Schon seltsam. Ich gebe zu, vielleicht habe ich ein paar mehr Samen in den Topf getan als ausgewachsene Pflanzen Platz haben... vielleicht müsste ich ein bisschen öfter düngen.

Übrigens ist unsere Wohnung jetzt fast komplett fertig! Abgesehen von den Sachen, die erfahrungsgemäß erst nach ein paar Jahren fertig werden, wie Deckenlampen und Gardinen, fehlt jetzt nur noch ein Duschvorhang und die restlichen Latten für das Sofalattenrost. Die muss ich vom Ikea holen, das geht aber nur, wenn sie zufällig von irgendwelchen Reklamationen welche da haben. Leider kann man nicht anrufen und nachfragen sondern muss vorbeikommen. Nun bin ich natürlich in der glücklichen Situation, einen Ikea in der gleichen Stadt zu haben, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist, aber ein Weg dauert so trotzdem deutlich über eine Stunde. Ich denke, ich gebe mir morgen den Vollrausch und fahre an einem Samstag, der gleichzeitig der letzte Tag vom Mittsommerverkauf ist, hin. Kennt ihr das Lied von den Wise Guys? Hoffentlich überlebe ich... http://www.youtube.com/watch?v=Z6SVFudLkeg


Außerdem hatte ich gestern ein Vorstellungsgespräch für einen Vollzeitjob im Schnellimbissverkauf von einem neu öffnenden "texikanischen" Restaurant in der Stadt. Machte so einen ganz guten Eindruck, allerdings bin ich noch nicht so ganz sicher, ob ich den Job wirklich will... ich zitiere: "Wir werden versuchen, dass jeder Mitarbeiter mindestens ein Wochenende im Monat frei hat." Problem erkannt heißt da leider noch nicht Problem gebannt. Also eifrig neue Bewerbungen schreiben.

Apropos Jobsuche. Da hab ich doch letztens versucht, einen Termin bei der Akademikerberatung der Arbeitsagentur zu bekommen. Das lief dann folgendermaßen ab:
- auf der angegebenen Nummer angerufen für nen Tremin. Rausgekommen im Callcenter. Man könne mir da keinen Termin geben, das wäre eigentlich nur für "frische" Absolventen, aber mein persönlicher Berater könne das für mich erledigen.
- mit persönlicher Beraterin gesprochen. Von ihrer Seite Weigerung, das ginge nicht, wäre nur für frische Absolventen, ich gehöre da ja nun nicht mehr zu und wäre bei ihr genau richtig aufgehoben. (Das was sie für mich tun kann: Stellenanzeigen ausdrucken, die dem Arbeitsamt gemeldet werden. Hat schonmal jemand Stellenanzeigen für Akademiker dem Arbeitsamt gemeldet?)
- Habe darauf bestanden dass ich mit dem Typen sprechen möchte. Schließlich hat sie mir angeboten, dass sie dem Akademikerberater sagt, dass er mich zurückrufen soll, "auch wenn es nichts bringen wird".
- Akademikerberater hat angerufen. Habe ca. 8 Minuten versucht, ihn zur Kooperation zu kriegen, aber nichts zu machen. Ich fasse kurz seine inhaltlichen Aussagen zusammen:
a) Er kann mir nicht helfen.
b) Es gibt keine Stellen für Geisteswissenschaftler in Würzburg, außer VHS.
c) Ich muss deutschlandweit suchen.
d) Er weiß nicht, was ich mit meinem Studium anfangen könnte.
e) Nein, da fällt ihm auch brainstormmäßig rein gar nichts ein.
f) Es tut ihm leid, ich habe das falsche studiert. Und es ist extrem schwierig, als Seiteneinsteiger in ein anderes Studium reinzukommen.
g) Auf meine Frage hin, was er denn zB Würzburger Absolventen der Germanistik raten/sagen würde: "Das Gleiche"

Wir lernen also daraus:
Entweder studieren Millionen Deutsche das Falsche, nämlich Geisteswissenschaften (sorry, Leute!), und kriegen damit auch deutschlandweit höchstens VHS-Kurse, freiberuflich natürlich.

Oder: Der Akademikerberater der Würzburger Arbeitsagentur hat überhaupt keine Ahnung, kein Interesse, keine Lust und damit auch eigentlich keine Daseinsberechtigung.

Kennt einer von euch nen guten Coach, oder irgendeine Möglichkeit, wie man sich ein bisschen beruflich orientieren kann, wenn man das Studium schon fertig hat? (Das BIZ zählt nicht!)


So, genug davon. Ich plane, am nächsten WE nach LP / MS zu kommen, wenn das denn klappt. Mag mich jemand von Samstag auf Sonntag in MS beherbergen? :-)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Endlich: Lebenszeichen aus der Versenkung

Trari trara, endlich hat es Vodaphone geschafft, uns eine Festnetznummer zuzuweisen, nur knapp eine Woche nachdem der Techniker versucht hat, uns online zu kriegen. Fail.

Wie dem auch sei: ENDLICH sind wir wieder mit den modernsten Technologien verbunden, um nach Haus telefonieren zu können! Und zu mailen, surfen und bloggen. :-))

In der Zwischenzeit habe ich so viele Gelegenheiten, Neues zu berichten, verstreichen lassen müssen, was mich sehr traurig gemacht hat. Wenn ich das jetzt alles nachholen wollte, säße ich in zwei Stunden noch hier am Tippen, obwohl ich dann schon längst aufm Fahrrad sitzen muss um zur Arbeit zu kommen. Und nein, es gibt keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Bayern, sondern ich habe heute Nachtschicht beim Bäcker, von 20-6 Uhr. Da werd ich ja schon müde, wenn ich das tippe! Allerdings beginnt heute das berühmte Würzburger Afrika Festival oder wie es heißt, und es werden Massen von Leuten am Bahnhof erwartet. Und da Kalle eben mit Michael aufgebrochen ist, um in den Alpen Fahrrad zu fahren (...), hab ich jetzt also ein paar Tage sturmfrei und kann mir die Nächte mit den Besoffenen am Bahnhof um die Ohren schlagen. Hurra...


Genau, ich arbeite jetzt nicht mehr bei Danone. Und zwar war es so, dass ich den Danone-Job am Telefon bekommen habe, ohne Vorstellungsgespräch oder sonst was. Gut, das hätte darauf schließen lassen können, dass es sich um einen Job handelt, bei dem man jeden Bewerber mit Kusshand nimmt - aber trotzdem hätte man mich ruhig drauf hinweisen können, dass es sich um Akkordarbeit in einer auf 4 Grad gekühlten Fabrikhalle handelt, oder? Das war ziemlich doof da. Ich war zwar glücklicherweise warm genug angezogen, aber die Atmosphäre war da nicht gut, die Leute nicht unbedingt nett sondern eher angespannt und gestresst, der Pausenraum war eine total verqualmte Barracke, und man musste nach Ochsenfurt und zurück, und es war immer Spätschicht. Und nach 5 Minuten war mir klar, diesen Job werde ich so schnell wie möglich wieder los. Was dann auch super geklappt hat, glücklicherweise. Am Montag hatte ich da angefangen, Diesntag vormittag habe ich mich auf eine weitere Stellenanzeige gemeldet, bin dann direkt da vorbeigekommen, das war dann Le Crobag, die grade in Würzburg am Bahnhof ganz neu aufgemacht haben, wir haben für Mittwoch Vormittag ein Probearbeiten vereinbahrt, Mittwoch Mittag hatte ich dann die Zusage für den Job, habe dann bei der Zeitarbeitsfirma für Danone gekündigt (ein Tag Kündigungsfrist in den ersten 2 Wochen, zum Glück), und seit dem Donnerstag stehe ich nun also fast permanent im Bäcker, backe Croissants und Baguettes und sowas alles, und verkaufe es. Zusammen mit meinen Kollegen, die zu mir alle nett sind. Wie in der Email schon angedeutet handelt es sich im Verborgenen um einen Kindergarten, aber da gehe ich ein anderes mal drauf ein. Wie dem auch sei, die Arbeit da gefällt mir viel besser. Sie ist oft schonmal stressig, und es sind doofe Arbeitszeiten, aber dafür macht die Arbeit Spaß, und die Zeit geht echt schnell rum. Ich hoffe, das gilt auch für die nächsten Nächte... in denen ich wie heute von 20-6 Uhr arbeiten muss.


Kalle und ich sind ja kurz nach Ostern nach WÜ gefahren um nach einer Wohnung zu suchen. Eigentlich waren wir vorsichtig optimistisch gewesen, dass wir relativ schnell eine Wohnung finden würden, bis uns hier plötzlich alle erzählten, dass es so schwierig sei, in Würzburg vernünftige Wohnungen zu finden, und dann auch noch im Frühling, gleichzeitig mit dem doppelten Abiturjahrgang... Das hat uns dann etwas panischer gemacht. Wir hatten schon online auf ein zwei Wohnungsbörsen erste Kontakte geknüpft und Besichtigungstermine vereinbahrt, und dann war ich am zweiten Tag unseres Aufenthaltes hier in einem Café online um weiter zu suchen, habe eine Kellnerin angesprochen, wo man in Würzburg nach Wohnungen sucht, und sie meinte, sie hätte grad auch gesucht, ich sollte in die Mainpost gucken, da sind immer Mittwochs und vor allem Samstags Wohnungsanzeigen drin. Praktischerweise war grade Mittwoch und sie hatten eine aktuelle Zeitung da, so dass ich direkt die Anzeigen checken konnte und feststellen musste, es kommt von allen nur eine in Frage. Da war dann am selben Abend direkt ein "Massenbesuchstermin", zu dem wir dann auch kommen durften. Und so standen wir dann da zwischen 8 anderen Leuten und befanden die Wohnung für super. Sehr hell, vergleichsweise groß (für unsere Verhältnisse), im ruhigen schönen Wohngebiet, mit kostenloser neuer Küche, und - mit eigenem Garten. Genial. Und um unsere Chancen in diesem angespannten Wohnungsmarkt zu erhöhen, haben wir dann mal direkt zugesagt. Die anderen waren auch interessiert, aber wollten noch nicht direkt zusagen und sind dann wieder gegangen. Wir wollte eigentlich auch weiter zum nächsten Besichtigungstermin, haben uns dann aber ein bisschen mit den Vermietern verquatscht, und so kam dann raus, dass die Vermieterin hier am gleichen Institut studiert hat wo Kalle grade promoviert, was sie wohl sehr sympatisch fand. Jedenfalls konnten wir dann die Gelegenheit nutzen noch ein bisschen länger zu bleiben, so dass die Vermieter uns besser kennen lernen konnten, und dann hatten wir abends die Zusage zur Wohnung. War das genial oder was? :-)
Technische Daten: ca. 68qm, 3 Zimmer, Erdgeschoss Doppelhaushälfte, über uns 22-jährige Vermietertochter.
Kontaktdaten: gerne per Email für den, der sie noch nicht hat :-)



Für den ersten Eintrag reicht das wohl an Text. Fotos kommen morgen. Und yay, in nur 12 Std befinde ich mich schon wieder auf dem Rückweg von der Arbeit *seufz*

Sonntag, 1. Mai 2011

Würzburg ahoi!

So, ihr Lieben,

ich wohne ab heute abend in Würzburg!
Weil wir sowohl eine supertolle Wohnung haben als auch ich einen Job ab morgen, und zwar bei Danone in Ochsenfurt, Joghurts stapeln, und weil der Job ja morgen nachmittag losgeht (ist immer Spätschicht), fahre ich gleich mit riesig viel Gepäck im Zug wieder von LP nach Würzburg, damit ich die Zeit überstehe, bis wir "richtig" umgezogen sind.
Jaja, krass, woll? Knall auf Fall!

Jetzt hab ich es aber eilig und nicht mehr viel Zeit, und in WÜ noch kein Internet. Mal schauen, wann ich wieder updaten kann...

Seid eingeladen uns zu besuchen, und wer das nicht schafft, dann wenigstens zu schreiben ;-)

Dienstag, 15. Februar 2011

Oder auch nicht

Tja, da war er endlich, der lang und sehnlichst erwartete Telefonanruf von Randstad.
Allerdings nicht mit dem erwarteten Inhalt, denn:
Den Vollzeitjob gibt es nicht mehr. Aus welchem Grund auch immer (ein anderes Callcenter hat das jetzt übernommen?) brauchen die Leute plötzlich keine 40 Leute mehr, die so schnell wie möglich anfangen sollen. Ahja. Soviel also zu "it's definitively going to happen"!
Ätzend!!
Natürlich werde Randstad mich jetzt bei jedem neu reinkommenden Job mitberücksichtigen, wurde mir versichert. Ist ja nicht so, als hätte ich diesen Satz nicht bei 80% aller Absagen gelesen. Und da ist nie was bei rumgekommen.

Der andere Job, der 12-Std-pro-Woche-Outbound-Job, ist mittlerweile einen Schritt weiter in der Entwicklung: Gestern war ich für ein 2-Minuten-Interview da. Angeblich ist es normal, dass die Frau so kurz interviewt, das habe nichts zu sagen. Da werde ich dann ungefähr Donnerstag informiert, was dabei rumgekommen ist.





Das Wochenende war aber schön. Samstag waren wir in der Stadt und haben uns Rashies gekauft. Das sind sehr enge T-shirts aus einer Art Badeanzugstoff, die hauptsächlich von Surfern getragen werden, damit man sich beim Surfen und vor allem beim Rauspaddeln keine "rashes", also Kratzer, holt. Außerdem haben sie einen Sonnenschutzfaktor von 50, was sie deswegen auch zu einem guten Plantsch-T-shirt macht, um am Strand keinen Sonnenbrand zu kriegen. Die haben wir am Sonntag in Caloundra an der Sunshinecoast ausprobiert. Hat auch funktioniert: Da wo mein Rashie war, hab ich keinen. Super, oder? Das muss ich bis zum Wochenende noch perfektionieren, wenn wir wieder nach Straddie wollen. Die nächste Investition wird wohl ein Pavillon oder Sonnenschirm.
Am Strand war es jedenfalls nett, wir sind mit einigen von Kalles Arbeitskollegen dahin gefahren. Glücklicherweise hatte jemand einen Sonnenschirm mit, unter dem ich sehr viel Zeit verbracht habe. Die Portugiesen gar keine, aber sie haben trotzdem keinen Sonnenbrand. Deutsche eignen sich offenbar nicht für australische Sonneneinstrahlung.

Übrigens: Frohen Valentinstag nachträglich!

Donnerstag, 10. Februar 2011

... meins?

Ja, das wäre schön. Ist es vielleicht auch!

Die Frau hat heute nicht angerufen, also hab ich sie angerufen. Und sie sagt, dass endgegen ihrer Ankündigung immer noch kein Anfangstermin für den Job feststeht, aber "it's definitively going to happen". Das klingt doch ganz gut, oder?
Wobei ich zugeben muss, dass ich nervös bin. Ich hätte es lieber jetzt schon feststehen, wann es wirklich losgeht. Naja.

Wetter ist schön, sehr angenehm.
Sonst nichts Neues.
Weiter Daumen drücken bitte!

Mittwoch, 10. November 2010

Yes! Strike! :-)

Jaaaa, ich hab den Job! Ich werde Kunst! ;-) Und ich werde Fotos liefern!
Morgen habe ich das Einführungstreffen, und dann werd ich vielleicht auch erfahren, ob ein tieferer Sinn hinter dieser Installation steht. Bin gespannt.

Es ist schon einiges passiert in dieser Woche! Montag abend waren wir auf einem Spieleabend, von den gleichen Leuten, die auch den Spieletag am Samstag ausgerichtet haben, denn Montags ist da auch immer Spieletag. Diesesmal habe ich es geschafft, spektakulär beim Dominion zu verlieren und vergleichsweise spät bei Bang erschossen zu werden. Immerhin ;-) Und auf dem Rückweg haben wir was Imposantes gesehen, nämlich eine Gottesanbeterin! Man erinnere sich an Zoobesuche oder Tiersendungen, dass sind diese ziemlich großen spillerigen Insekten mit dem dreieckigen Kopf und den Fangarmen, die auch schonmal Libellen fressen (glaube ich). Die saß also nachts auf einem Fahrradweg rum, einfach so. Und sah aus wie ein Stück Pflanze, deswegen wundert es mich nicht, dass man die sonst nie sieht. Wir hatten leider keine Kamera dabei :(
Jedenfalls hat sie ganz deutliche Drohgebärden gemacht als Kalle ihr mit seinem Fahrrad zu nahe kam. Drollig. Das ist, als würde man einen Kran bedrohen, dass er bloß nicht wagen soll, näher zu kommen.
Heute fahren wir zum Chor, zum Caroling! Ich bin schon sehr gespannt, wie es sich anfühlen wird, bei 25 Grad Weihnachtslieder zu singen. In meiner Bank stehen übrigens schon (Plastik) Tannenbäumchen, im Woolworth gibts schon seit Wochen Weihnachtszeug, und jetzt auch Aufsteller für Weihnachtsbäckerei. Die Kekse und so sind aber anders als zu Hause, ich habe zumindest hier noch keine Spekulatius oder Lebkuchen gesehen, nur sowas wie Shortbread und Panettone. Aber ich guck auch nicht so genau hin, es fühlt sich einfach alles so falsch an. Aber vielleicht sollte ich mich auch spätestens ab meinem Geburtstag in Weihnachtsgefühlen üben, sonst werde ich noch Entzugserscheinungen kriegen, wenn ich nächstes Jahr zurück in die Kälte muss.

Morgen ist Packen angesagt, und am Freitag hat Kalle frei, und wir setzen uns in unser neues Mietauto und fahren nach Hervey Bay, und dann Samstag für 3 Tage nach Fraser Island, Hurra!!! Und danach treffen wir uns endlich mit Malin und Frank, und kommen nächsten Donnerstag wieder, kann also gut sein, dass ich mich jetzt ein paar Tage nicht mehr melde. Und euch danach mit Traumstrandfotos auf die Palme bringe, hihi ;-)
Und dann fange ich an, 9 Tage zu arbeiten, und vielleicht kommt dann ja auch mal hoffentlich die Zusage für nen längerfristigen Job.

Es gibt noch kein neues Foto außer dem von der ekeligen Spinne, die ich gestern wieder rauswerfen musste, und das erspare ich uns jetzt mal einfach.

Donnerstag, 4. November 2010

A job on the horizon?











Hej folks,
es ist tatsächlich passiert: Ein Jobinterview ist gut ausgegangen! Ich hab den Job noch nicht fest, aber es spricht eigentlich nichts dagegen, dass es klappt. Aber bevor ich jetzt größere Freudentänze aufführe, warte ich lieber noch den Telefonanruf ab, und das könnte noch ein paar Tage dauern. Und jetzt seid ihr bestimmt total gespannt, was das für ein Job ist! Na?
Ich werde Kunst. Genauer gesagt werde ich ein Bestandteil einer Installation im Museum of Modern Art ;-) Das ist doch mal was anderes! Ich werde da mit diversen anderen Leuten 9 Tage rumstehen und sehr große Balken auf der Schulter tragen, deren anderes Ende an der Wand befestigt ist. Am 11. ist der Einführungs- und Trainingstag, und danach kann ich euch vielleicht erklären, was daran genau Kunst sein soll. Hehe. Auf jeden Fall muss man da dann ab dem 20.-29. November rumstehen und künstlerisch diesen Balken tragen, mit Pausen natürlich, und für so unglaublich stumpfe Arbeit ist es doch erstaunlich gut bezahlt, muss ich sagen. Nämlich doppelt so viel Stundenlohn (Brutto) wie meine deutschen Jobs seit dem Callcenter. Kaum zu glauben? Dafür kostet hier auch alles fast das Doppelte, und irgendwo muss es ja herkommen.
Sobald ich die Bestätigung habe, schreib ich natürlich Bescheid! Und wenn alles klappt, können Kalle und ich uns dann zwischen dem 11. und 19. November mit Malin und Frank treffen, die sich gerade in Australien aufhalten und heute vermutlich genau wie wir unter dem Regen leiden, der sich die komplette Ostküste Queenslands langzieht. Draußen ist es heute nicht schön. Aber Dienstag war perfektes Wetter, und ich war zufällig in den Roma Parklands unterwegs, und nutze die Gelegenheit, euch wieder tolle Bilder unter die Nase zu reiben! ;-)

Montag, 11. Oktober 2010

Verregnete Joblandschaft und wer sich nicht drum schert


Es regnet, es regnet, und alle werden nass...
Das ist schon nicht mehr feierlich. Normalerweise ist im Frühling schönes Wetter in Brisbane, und was erleben wir? Den verregnetsten Oktober ever seit Queenslander Zeitrechnung (oder vielleicht auch Wetteraufzeichnung). Darf das?! Seit Freitag regnet es praktisch durch. Tag und Nacht. Und dank der Wellblechdächer vorne und hinten hören wir nachts auch jeden einzelnen Regentropfen. Das ist ermüdend, hilft aber leider nicht beim Schlafen.
Das sind so die Momente, wo ich es bedaure, keine Gummistiefel zu besitzen. Es ist einfach alles so nass! Meine Schuhe (und ich trage ja extra schon nicht mehr die sandalenartigen) sind ja eher darauf ausgelegt, luftige Füße zu machen, und so wird jeder Schritt im Moment zu einer Gefahr für trockene Socken. Wenigstens hat es noch nicht angefangen, in unsere Wohnung zu laufen... wobei: Als Kalle heute morgen Schuhe angezogen hat, hatte er urplötzlich einen nassen Fuß. Und wir nassen Teppich. Und unsere Zimmerdecke gelbe Wassertropfen. Och nööö!
In der WG über uns war der Fußboden an der ungefähr ermittelten Stelle allerdings trocken. Irgendwo floss also Wasser von draußen in die Zwischendecke, 2m in die Waagrechte, und erst neben (immerhin) dem Sofa hat es in die Senkrechte gewechselt. Unser Vermieter war immerhin so hilfreich, einen kleinen Plastikbottich mitzubringen, so dass die Pfanne wieder in den Schrank wandern konnte.
Glücklicherweise hat das Tropfen dann aber wieder aufgehört, und obwohl es den ganzen Tag weiter geregnet hat, nicht wieder angefangen. Dann war wohl die tropische Wasserwand von gestern nacht schuld.

Nach einer Woche, in der ich keine einzige lausige Rückmeldung auf meine ganzen Jobanfragen bekommen habe, haben sich nach einem busy day heute tatsächlich 3 Anbieter dazu bequemt, sich bei mir zu melden - alles von Jobs, bei denen ich mich heute beworben hatte, alle drei für "online marketing" im weitesten Sinne, alle ohne vonvornherein überhaupt zu sagen, worum es bei dem Job eigentlich auch nur im Groben geht. Das sieht dann so aus: "Wir suchen einen erfolgrichen Mitarbeiter mit großem Willen zum Gewinnen großer Zuversicht Willen zum Erfolg, für unsere großartige Gesellschaft Verdienen Sie $$$, alles hängt allein von Ihnen ab sie selbst entscheiden wie viel Sie verdinen!" Jetzt ist uns allen klar, was hier zu tun ist! Nein? Komisch, mir auch nicht. Diese Anzeigen habe ich letzte Woche ignoriert (wie soll man sowas auch ernst nehmen ohne Namen, ohne irgendwelche Hinweise, aber mit jeder Menge Schreib- und Grammatikfehler!), aber ich habe leider das Problem, dass ich keinen "Portmonee-füll-dich"-Esel besitze, also habe ich meinen Stolz überwunden, und siehe da, schon melden Sie sich. Einer hat mich eingeladen, mir die Sache einmal persönlich zu erklären, ein anderer hat angedeutet, dass es um die Vermarktung von Adult-Entertainment geht (...), und der dritte verkauft die Mitgliedschaft einer Datenbank und das Wissen, wie man damit zu Geld kommt. Wauiwau. Sobald ich die Formel für leicht verdienten Reichtum gefunden habe, teile ich sie gerne mit.

Ach ja, das Foto. Die erste große Spinne, die ich hier zu sehen kriege. Dieses Riesenbiest hält samt dreidimensionalem Netz auch den allerheftigsten Regenstürmen stand, irgendwie beeindruckend. Leider hab ich nicht rauskriegen können, ob es sich um eine Huntsman-Spinne handelt, oder einfach eine andere große Sorte. Aber wie auch immer bin ich heilfroh, dass ich heute morgen nur eine kleine ekelige Spinne im Ankleidezimmer gefunden habe, und nicht so eine. Für die würde mein Krabbeltier-Rauswerf-Weinglas vielleicht nicht mehr ausreichen...
*Schauder*